12.000 € Grundlohn vom Staat für Gründer

Ich habe kürzlich von einer Crowdfunding-Aktion gelesen. Dabei versuchte ein Künstler 12.000 € zu sammeln, die er dann einer Person quasi als Grundlohn schenken wollte. Damit sollte eine Grundsicherung seines Lebens abgesichert werden.

Wer monatlich auf einen garantierten Grundlohn von 1.000 € erhält, der hat Zeit für andere Dinge im Leben. Sonst ist unser Leben hauptsächlich fremdgesteuert. Der Arbeitgeber bestimmt in der Regel, wenn wir aufstehen, wie lange wir arbeiten, wann wir Urlaub machen.

Das ist keine These eines realitätsfremden Künstlers, sondern durchaus die Forderung einiger grüner und linker Politiker. Und er könnte sinnvoll sein. Gerade für Gründer.

Denn oft scheitern gute Ideen an der Finanzierung. Vor allem des Lebensunterhaltes. Würde ein Gründer nun jeden Monat 1.000 € vom Staat erhalten, hätte er eine Sorge weniger und könnte sich auf innovative Ideen stürzen.

Die Sorge, dass sich Menschen dann auf die faule Haut legen würden, sehen die Forderer dieser Regelung nicht. Und das stimmt m.E. auch. Bestes Beispiel bin ich selbst. Ich habe zwar keine staatliche, aber eine eigens erwirtschaftete Grundsicherung. D.h. auch ohne Arbeit könnte ich mit meiner Grundsicherung ganz gut leben. Dennoch arbeite ich. Auch an neuen Projekten.

Vielleicht sollte man daher differenzieren und tatsächlich innovativen und produktiven Menschen diese Grundsicherung zugestehen. Also vor allem Gründern. Wer nicht darüber nachdenken muss, ob er morgen noch über die Runden kommt, der hat den Kopf frei für wichtigere Dinge. Zumindest ist er nicht so fremdgesteuert.

Ob es solch einen Grundlohn jemals geben wird, bezweifele ich, denn das System „Kapitalismus“ sieht ganz andere Vorgaben vor. Da zählt auch nicht das Argument, dass Deutschland ständig verschuldet ist. Ich halte dies für einen Vorwand, derartige Versuche nicht anzugehen. Beispiele von Entwicklungsländern wie z.B. der Türkei zeigen, dass es auch anders geht. Das Land geht ein Großprojekt nach dem anderen an.

Bis dahin heißt es selbst für seinen Lohn zu sorgen und eher dem Staat Geld in Form von Steuern zu geben.

Apropos Lohn und Steurn. Wer seine Lohnabrechnung selbst macht, um Steuerberaterkosten zu sparen, für den habe ich hier eventuell einen Tooltipp dafür. Hangelt Euch einfach mal an den FAQ durch und entscheidet selbst, ob das Tool etwas für Euch ist.

5 Kommentare

  1. Es wird wahrscheinlich immer jemanden geben, der ein solches System ausnutzen würde, aber ich denke das wäre nur ein verschwindend geringer Teil. Prinzipiell ist es ja eine gute Idee, aber meist ist es mit Grundlohn selbst nicht getan, denkt man nur an Steuern, Versicherungen, Vorsorge etc. Aber so lange am leistungsorientierten System festgehalten wird, ist soetwas wohl eh nicht realisierbar.

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