Arbeitsschutz in der Produktion – Herausforderung für unser Gründerteam

Einige Blogartikel zuvor hatte ich von unsere Investition in der Türkei erzählt. Wir haben kürzlich in ein Start-Up investiert, dass sich zur Aufgabe erklärt hat, den Arbeitsschutz und die -sicherheit in der Türkei zu erhöhen. Vor den jüngsten Ereignissen in Soma macht dies auch Sinn.

Zwar existieren Arbeitsschutzrichtlinien in der Türkei. Doch wurden diese bisher nur lasch eingehalten. Seit diesem Jahr gelten strengere Auflagen und vor allem höhere Bußgelder, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht mindestens einmal im Jahr diesbezüglich schulen. Gerade in produzierenden Unternehmen gilt dem Arbeitsschutz besonders viel Aufmerksamkeit zu widmen.

Arbeitsschutz in der Produktion

So wie in Deutschland gelten die nun obligatorischen Richtlinien für jedes Unternehmen. Vom Taxiunternehmer, der nur einen Mitarbeiter beschäftigt, bis hin zum Konzern. Das Gründerteam, in das wir investiert haben, will sich vor allem auf das produzierende Gewerbe und hier aufgrund der Vorgeschichte der Gründungsmitglieder verstärkt auf das Baugewerbe konzentrieren. Es bestehen also bereits Kontakte zur stahl- oder betonproduzierenden Schwerindustrie.

In dieser Branche passieren auch häufig Unfälle, die vermeidbar wären. Dabei spreche ich nicht von jenen, die durch Unachtsamkeit des Individuums ausgelöst werden. In der Türkei kann einem auch etwas passieren, wenn man sich selbt an alle Schutzvorrichtung wie Helm und Spezialschuhe hält. Dort nennt man solche Unfälle leicht zynisch „unvorhersehbare Unfälle“, weil sie einen jeden jederzeit treffen können.

Modulare Raumsysteme gegen unvorhersehbare Unfälle

Die Rede ist von Unfällen, die durch Fehler anderer verursacht werden und einen selbst betreffen. Als Beispiel kann hier ein herumfliegendes Bauteil genannt werden. Modulare Raumsysteme helfen, solchen Risiken entgegenzuwirken. Dabei handelt es sich um Trennwände, die Mitarbeitern in Produktionshallen mehr Sicherheit am Arbeitsplatz gewähren.

Gerade in der Gründungsphase einer Produktionsstätte machen diese Trennwände ökonomisch Sinn, da sie sich den rasch verändernden Beschäftigungsverhältnis gerade in der Baubranche schnell anpassen. Trennwände sind schnell einmal demontierbar und die Produktionshalle somit flexibler und variabler nutzbar. Hier finden Sie auch ein ausführlicheres Anwendungsbeispiel.

Erst kalkulieren, dann bestellen

Jeder Unternehmer kalkuliert zunächst einmal, bevor er letztendlich zur Bestellung fortschreitet. Das ist auch richtig so. Das darf jedoch nicht wie im Grubenunglück dazu führen, dass Unternehmer aus Kostengründen, die Sicherheit der Mitarbeiter vernachlässigen.

Auf den Seiten des zuvor verlinkten Anbieters (s. Anwendungsbeispiel) befindet sich ein recht ausführlicher Objektkalkulator. Hier kann man von der Farbe der Trennwände über die Verglasung bis hin zur Beleuchtung und Belüftung seine Kriterien angeben. Der Anbieter schickt einem dann wohl einen Kostenvoranschlag.

Fazit

Menschenleben sind Größen, die man in das interne Rechnungswesen einfließen lassen kann. Sie gilt es zu schützen, egal was es letztendlich kostet. Unser Gründerteam wird viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, da es heißen wird, dass man eh kurz vor dem Existenzende steht. Vielleicht ist es nicht falsch, wenn diese Unternehmen dann irgendwann schließen. Als armer Mensch kann wohl leben. Als einer, der Menschenleben auf dem Gewissen hat, wohl eher nicht.

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