Copycatting in der Start-Up Szene mit üblem Ausgang

Eigentlich wollte ich in diesem Artikel über einen Zustand berichten, den ich vor einigen Tagen auf Facebook beobachte. Es betrifft die beiden deutschen Start-Ups rankseller und Ranksider. Wie den beiden Unternehmensnamen zu entnehmen ist, helfen diese beiden Start-Ups mit ihren Diensten dafür, dass Unternehmen in Suchmaschinen besser „ranken“.

Ich bin auf beiden Plattformen angemeldet, bin aber mehr oder weniger aktiv auf diesen.Da ich als Online-Gründer, nicht nur weil ich diesen Blog führe, Interesse an Start-Up Neuigkeiten habe, abonniere ich die Feeds von einigen.

Am 23. Januar 2013 las ich sinngemäß Folgendes in meinem Facebook-Stream (warum ich nur sinngemäß zitiere dazu später mehr):

rankseller: Wir haben mittlerweile 1.000 Facebook-Fans. Aus diesem Grunde verlosen wir 3x Amazon-Gutscheine an diejenigen, die unsere Meldung liken oder teilen.

Hmm… dachte ich. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass solche Aktionen von Facebook nicht gern gesehen werden. Egal, die Gründer wissen sicherlich, was sie tun.

Am 24. Januar 2013 las ich dann Folgendes auf der Facebook-Seite von Ranksider (erneut sinngemäß):

Ranksider: Wir haben mittlerweile 1.500 Facebook-Fans. Aus diesem Anlass verlosen wir 4x AmazonGutscheine an diejenigen, die unsere Meldung liken oder teilen.

Selbstverständlich war der Wortlaut nicht haargenau derselbe. Ich habe ihn hier so verwendet, um auf etwas aufmerksam zu machen. Ich nenne es einmal „Copycatting in Social Networks“. Ein Copycat ist eine Nachahmung. Gerade im Internet-Business ein geläufiges Wort. Schriftzug Social NetworksNormalerweise bezeichnet man damit ein Produkt, welches ohne eigenes innovatives Beisteuern einfach nachgeahmt wird. Die Firma Rocket Internet aus Berlin ist beispielsweise bekannt dafür, dass sie solche Vorhaben gern fördert.

Eigentlich ist das „Copycatting“ unter richtigen Gründern verpönt. Natürlich sieht man hin und wieder eine Aktion, die einem gefällt. Dann setzt man sich in der Regel hin und tüftelt etwas Eigenes aus. Im obigen Fall scheint dies eher nicht der Fall zu sein. Offensichtlich haben sich die Gründer von Ranksider gefragt: „Warum eine eigene Marketingaktion starten, wenn man doch einfach copycatten kann?“.

Als ich dann heute über diese Umstand mit Screenshots und allem was dazu gehört, berichten wollte, las ich auf der Seite von Ranksider Folgendes (diesmal O-Ton):

Ranksider: Auf die Bitte von Facebook hin mussten wir unser Gewinnspiel, welches nicht ganz Facebook-konform war, leider beenden. Wir bedanken uns bei unseren 1500 Fans!

Hmm… war mir eigentlich klar. Ich bezweifle, dass es eine Bitte seitens Facebook war. Immer wieder versuchen Unternehmen, die von Facebook auferlegten Regeln zu hintergehen. Die Konsequenz ist meistens: Weg mit der Aktion, sonst ist die Fanpage weg! Entsprechend ist auch die Meldung auf der Fanpage von rankseller nicht mehr zu finden.

Ich weiß nicht, was genau passiert ist. Aber die Marketing-Aktion eines anderen Start-Ups so schnell und so offensichtlich zu kopieren, halte ich einfach nur für Dreist. Das haben die Gründer hinter Ranksider sicherlich nicht nötig. Die Start-Up Szene lebt von innovativen und kreativen Ideen. Wir haben uns bei unserem Vorhaben nie all zu sehr darum gekümmert, was Konkurrenten so gemacht haben. Meine Empfehlung ist daher, sich auf sein eigenes Unternehmen zu konzentrieren und selber kreativ zu sein. Im Übrigen ist das gar nicht so schwer, wie man immer denkt.

Coypcatting hat in der Start-Up Szene einfach keinen Platz!

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.