studiVZ-Gründer Dariani im Kleinkrieg mit Gadowski

Traurige Szenen spielen sich derzeit in der Start-Up Szene ab. Ja, als regelrechten Kleinkrieg könnte man die Auseinandersetzung zwischen dem studiVZ-Gründer Ehssan Dariani und Lukasz Gadowski bezeichnen, der mehrere Start-Ups finanziert.

Zu den Beteiligten

Ehssan Dariani ist der junge Mann, der vor einigen Jahren studiVZ gegründet hat. Er hat seinerzeits gut erkannt, dass soziale Netze an Bedeutung gewinnen werden. Fast jeder Student war einmal auf studiVZ angemeldet. Dariani war intelligent genug zu erkennen, dass er gegen Facebook nicht ankommen wird. Also wurde das Unternehmen für über 80 Millionen Euro an Holtzbrinck Verlag verkauft.

Dieser dachte wohl, dass sich der Trend in Nutzerzahlen forsetzen würde. Leider trat dies nicht ein. studiVZ floppte und ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst.

Lukasz Gadowski ist ein Investor. Er investiert in aussichtsreiche Start-Ups wie Lieferheld oder das Start-Up Magazin Gründerszene. Einige der Investition floppen, andere wiederum nicht. Das gehört zum Daily Business von Herrn Gadowski. In diesem „Kleinkrieg“ ist das Start-Up Lieferheld die zentrale Figur.

Der Auslöser

Seit einiger Zeit tobt schon ein kleiner Krieg zwischen den Lieferdiensten Lieferheld, Lieferando und wie sie sonst noch so heißen. Auslöser für die aktuelle Debatte ist dieser Artikel, der im Konkurrenzmagazin zu Gründerzene Deutsche Startups erschien. Dort schildert das Magazin wie die Staatsanwalt Strafbefehl gegen das Führungsteams von Lieferheld erlassen hat. Grund ist offensichtlicher gewerblicher Datenklau.

Zu der Thematik: Manchmal gibt es Zeiten, da sprießen Start-Ups mit ungefähr gleichen Ideen wie Pilze aus dem Boden. Man fragt sich: Wie konnten die so schnell eine Datenbasis aufbauen? Die Antwort könnte die Staatsanwaltschaft liefern. Indem man offensichtlich die Daten der anderen klaut.

Was Dariani damit zu tun hat

Manchmal sind neben den Artikeln auf Deutsche Startups die Kommentare noch interessanter. Denn hier melden sich z.T. Insider zu Wort. Darunter auch Ehssan Dariani. Ich weiß nicht, was ihn veranlasst hat, aber offensichtlich hat er noch eine Rechnung mit Lukasz Gadowski offen, der Lieferheld mitfinanziert.

Im Artikel wird die gesamte Führungsetage, nicht jedoch das Investorenteam als mögliche Schuldige erwähnt. Dariani beschwert sich ein wenig darüber, dass sich die Gadowskis dieser Welt einfach davon schleichen können. Seine Reaktionen stoßen dabei nicht immer auf Zuspruch. Eine zu emotionale Herangehensweise wird ihm bescheinigt.

Dariani selbst sieht sich in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Geht das nicht zu weit?

Bis hierhin ist ja alles noch „halbwegs“ ok. Da regt sich jemand über die Machenschaften bei den reichen Investoren auf. Dariani ist nämlich der Meinung, dass Gadowski und all die anderen Investoren über den angeblichen Datenklau Bescheid ja sogar befürwortet haben. Aber geht das, was danach passierte nicht unter die Gürtellinie?

Dariani zieht nämlich öffentlich zugänglich in seinem Facebook Account über Gadowski her. Als ehemaligen Drogendealer bezeichnet er ihn:

CENSORSHIP 2! Godfather and (former) drug boss GADOWSKI violates freedom of speech and attacks freedom! He forced facebook to delte the following true facts: take a look at my screenshot!
Hereby I confirm that I am solely responsible for my remarks and the facts I publish about Lukasz Gadowski et al. One of the facts that can be confirmed by dozens of people and even former teachers of the Albert-Schweizer-Schule Kassel (e.g. Mr. Klaus-Peter Haupt, mathematics and physics teacher) but also can be proven by the police is that Lukasz Gadowski was a well-known drug dealer back in the 90ies with runners he employed.

Fazit

Ich weiß nicht, was Dariani genau für ein Problem mit Gadowski hat. Aber anscheinend jetzt ist die Zeit für die Abrechnung gekommen. Finanziell dürfte Dariani gut gewappnet sein, um einen Kleinkrieg zu führen. Ob das so schlau ist, muss jeder selbst beurteilen.

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