Die 10 größten PPC Online Werbekampagnen Fehler

PPC oder auch „Pay Per Click“ ist eine wichtige Methode, um im Internet zu werben. Nicht zuletzt durch Google Adwords haben sich PPC Kampagnen zu einem Standard entwickelt, dass jede Marketing-Abteilung, jeder CEO, jeder Selbständige und Freiberufler von Pay Per Click Kampagnen Gebrauch machen sollte. Jedoch unterschätzen es sehr viele Unternehmer, weil sie entweder nur wenig Resultate erzielen oder sogar kaum nennenswerte. Das liegt daran, dass man diese mächtige Werbeform oftmals nicht richtig optimiert und sehr viele Fehler begangen werden. Ich habe die 10 größten Fehler zusammen getragen, um unseren Blog Lesern einen klaren Überblick zu geben wie sie ihre Online Werbekampagnen basierend auf „Pay Per Click“ effektiver gestalten. 

Was bedeutet PPC genau ? PPC steht wie oben bereits erwähnt für „Pay Per Click“ und ist die englische Übersetzung für Online Werbung, die pro Klick bezahlt wird d.h jedesmal wenn ein Internet Nutzer Ihre Internet Werbung anklickt ist ein bestimmter Betrag fällig und wird Ihrem zuvor festgelegten Budget abgezogen.

Update: Einige Leser haben mir eine Email geschrieben und gefragt was eine PPC Kampagne genau ist. Ich habe hier folgenden Original Ausschnitt eingefügt, der eine PPC Kampagne darstellt. PPC= Pay Per Click. Internet Werbeanzeigen wie Google Adwords, die pro Klick bezahlt werden.

PPC-Werbung ist grundsätzlich ein leistungsfähiges Werkzeug  zur Schaffung neuer Kunden. Es ist, allerdings eine, die mit Stolperdrähten und Tret-Mienen behaftet ist. Unten zeige ich Ihnen die 10 häufigsten Fehler, die Unternehmen bei ihren PPC-Kampagnen daran hindern einen Goldschatz zu bergen.

1. Fehlendes Geo-Targeting

Egal, ob Sie ein internationales Unternehmen, ein Kleinunternehmen oder lokaler Freiberufler sind, so ist eine geografische Ausrichtung extrem wichtig für Ihre PPC Kampagnen. Ein großer Irrtum dem viele erliegen sind, dass Online Werbung effektiver wird, wenn man breiter streut. Ich rate Ihnen allerdings das Maximale an Targeting-Optionen zu schöpfen oder simpel gesagt „weniger ist mehr“.

Für kleine Unternehmen gilt eine streng lokale Ausrichtung, indem diese sich auf einen maximalen Radius von 15 Kilometern konzentrieren. Darüber hinaus sollten sich jene Unternehmen mit höherpreisigen Produkten und Dienstleistungen auf Regionen konzentrieren, die mit höherem Einkommen pro Kopf punkten. 

Große Unternehmen sollten keinesfalls die typisch amerikanischen Fehler begehen und Konzepte einfach 1 zu 1 in anderen Ländern umsetzen. Dies führt nur maximal per Zufall zum Erfolg. Mittelstand und Großunternehmen mit internationaler Ausrichtung sollten daher für jedes einzelne Land bzw. für jeden einzelnen Markt ein eigenes Konzept entwickeln oder entwickeln lassen. Folgende Indikatoren dürfen nicht fehlen wie Brutto-Sozial-Produkt, Pro Kopf Einkommen bestimmter Regionen, Notwendigkeit Ihrer Produkte/Dienstleistungen, Ausgaben bzw. Konsumverhalten und Markt,- sowie Währungsstabilität des jeweiligen Markts/Landes.

 

2. Fehlendes Ausschlußverfahren von Webseiten und Netzwerken

Diesen Faktor beachten die wenigsten Unternehmer. Sie sollten dringend darauf achten, dass Ihre PPC-Werbeanzeige nicht für alle Display-Netzwerke und Webseiten/Partnerseiten freigeschaltet wird. Oftmals denken Unternehmer, dass es einfach mehr Chance birgt, wenn die eigene Anzeige überall im Netz von Google & Co freigeschaltet wird. Das ist fatal, denn Sie werden in den aller meisten Fällen zwar hohe Klickraten erreichen, aber Sie werden sehr viel Geld verlieren, weil Ihre Anzeige auch auf stark besuchten Webseiten/Display Netzwerken publiziert werden, die überhaupt nicht Ihrer Zielgruppe entsprechen.

Gehen Sie logisch an Ihre Anzeigenschaltung heran und schließen alle Webseiten, Display Netzwerke u.ä , die nichts mit Ihrer Zielgruppe zu tun haben. Nutzen Sie das Potenzial von Targeting Optionen. Diesen Punkt finden Sie bei Google Adwords unter dem Punkt „Werbenetzwerke“. Klicken Sie diesen Menüpunkt an und lassen Sie sich die Detailles anzeigen und entfernen alles was nichts mit Ihrer Zielgruppe zu tun hat. Das gilt auch oder vorallem bei Webseiten, die monatlich Hundertausende oder gar Millionen Besucher pro Monat. Unter diesen Besuchern lassen sich schnell eine Tausend Euro verbrennen, weil zu viele nur mal eben aus Neugier klicken oder andere klicken ausversehen etc etc. ….dies gilt natürlich auch für Webseiten und Netzwerke, die nichts taugen!

 

3. Keyword-Optionen werden nicht genutzt

PPC-Neulinge und erfahrene Unternehmer verkennen die ungeheure Macht des Faktors „Keyword Optionen“. Wenn Sie eine PPC-Kampagne bei Google Adwords schalten, dann haben Sie immer die Möglichkeit genau den Wert „Keyword-Optionen“ zu definieren. In einfachen Worten bedeutet das, dass Sie im Menüpunkt die Option „Keyword Optionen“ haben und gefragt werden, ob die Keywords „Weitgehend“ ähnlich sein sollen, „Exakt“ dem entsprechen müssen was Sie an Keywords festlegen innerhalb Ihrer Anzeigenschaltung oder ob Ihre Keywords einer „Wortgruppe“ zugeordnet werden sollen.

Ich habe zig-Unternehmer kennengelernt oder in Seminaren gehabt, die diesem Menü-Punkt noch nicht einmal Beachtung geschenkt haben und sich in der Tat kaum die Frage stellten was dies eigentlich bedeuten soll.
Im Folgenden führe ich Ihnen auf wie diese vier Optionen funktionieren und was sie konkret darstellen. In meinen Beispielen nutze ich das Keyword bzw. Schlüsselwort „Fußball“:

  • Exakte Übereinstimmung [Exakt] : PPC Anzeigen (z.b Google Adwords PPC Kampagnen) werden nur angezeigt, wenn der Suchbegriff EXAKT übereinstimmt. In unserem Fall würden dann nur Anzeigen berücksichtigt, die den Suchbegriff „Fußball“ beinhalten.
  • Passende Wortgruppe [Wortgruppe] : Hier wird die gesamte Wortgruppe dargestellt, die zum Suchbegriff „Fußball“ irgendwie passen. Die Streuung ist hier natürlich größer, denn wenn Sie tatsächlich „Fußbälle“ verkaufen und deswegen den Suchbegriff „Fußball“ verwenden, dann wird bei dieser Option alles angezeigt z.b „Fußball WM“, „Dußball Radio“, „Fußball 2.Bundesliga“ u.ä. Trotz großer Streuung darf das Potenzial hier nicht verkannt werden, denn je nachdem was Sie machen und anbieten, können sich diese Art von Online-Werbe-Anzeigen auch sehr lohnen.
  • Weitgehend passende Keywords [Weitgehend] : Zeigt Anzeigen für ein noch breiteres Publikum an. Hier werden quasi alle Keywords/Suchbegriffe berücksichtigt, die irgendwie oder irgendwas mit „Fußball“ zu tun haben. Das können Begriffe wie „Fußbälle“, „Fußball kaufen“, aber auch „Fußball Manager“, „WM 2010“ , „HSV Tickets“ etc. sein. 

Es gibt Chancen innerhalb jeder dieser Keyword-Optionen. Beispielsweise, weitgehend passende Keywords haben oft einen niedrigeren Preis (Preis Pro Wort) als die Option „Exakte“ Übereinstimmung und lassen sich trotzdem sehr gut steuern mit der vierten und letzten Option „Keywords Ausschließen“. Natürlich können Sie dann auch diese Option mit einer anderen Option kombinieren, die zwar sicherlich teurer ist im Hinblick auf „Preis pro Wort“, aber so lässt sich das Suchvolumen maximieren.

4. Schlechte Keywords werden nicht herausgefiltert

Die Option „Keywords ausschließen“ hat auch eine extrem wichtige Bedeutung, wenn es darum geht Ihr Werbebudget zu schonen bzw. Ihre Marketingkampagnen effektiver zu gestalten. Schließen Sie Suchbegriffe aus, die zwar ähnlich lauten wie Ihre Suchbegriffe, aber trotzdem Zielgruppen anlocken, die nichts mit Ihrer Zielgruppe zu tun haben.
Sie können immer Keywords hinzufügen oder entfernen bei PPC Google Adwords Kampagnen, aber das können Sie nur, wenn Sie ein entsprechendes Monitoring erstellen.


5. Keine deutliche Unterscheidung zwischen
 Such,-und Display-Kampagnen

Lassen Sie sich nicht von Google Adwords verwirren, denn das kann unerfahrenen Unternehmern mit GoogleAdwords sehr gut passieren. Daher rate ich Ihnen prinzipiell und ausnahmslos Suchanzeigen von sogenannten DisplayWerbekampagnen zu trennen.

Wenn Sie GoogleAdwords oder ähnliche PPC Kampagnen als Anfänger nutzen oder einfach noch keine Erfahrung haben, dann beginnen Sie stets mit Suchanzeigen und erst im zweiten Schritt können Sie auch Display Werbung schalten.  Die Trennung dieser Kampagnen bietet Ihnen maximale Kontrolle über Ihr Werbe Budget. Reizen Sie Ihr festgelegtes Budget für Suchanzeigen aus und beginnen dann erst mit Display Anzeigen und beobachten dies genau.

Machen Sie sich nicht unnötig Arbeit und kopieren Ihre Kampagnen im Google Editor und übernehmen es als Display Kampagnen und wie bereits anfangs erwähnt sollten Sie in jedem Fall manuell die passenden Netzwerke auswählen.


6. Nicht nur auf Google
 AdWords konzentrieren

Offenbar denken sehr viele Unternehmer noch immer das nur Google Adwords derartige Möglichkeiten bietet und lassen sich somit viele Gelegenheiten und Chancen entgehen. Optimieren Sie Ihre Online Werbestrategie, indem Sie sich nicht von einem Anbieter abhängig machen. Klar, Google ist gerade im deutschsprachigen Europa der absolute Platzhirsch, aber hat trotzdem kein Monopol. Dies kann sich nicht nur auf Ihren Kampagnen-Erfolg positiv auswirken, da es schließlich auch genügend Menschen gibt, die aus Prinzip kein Google nutzen. Ein weiteres Argument sind auch die verschiedenen Märkte. Gerade international ausgerichtete Unternehmen sollten prüfen, ob im jeweiligen Land auch wirklich der Konzern Google die Hauptrolle spielt oder ob es noch weitere Anbieter gibt.

Ich will hier den Faktor Budget keinesfalls vergessen und darauf hinweises, dass Sie unter Umständen sehr viel Geld einsparen können, wenn Sie nicht nur auf Google setzen. Im Schnitt sind PPC Kampagnen auf MSN viel günstiger und eine Kombination kann Ihnen bis zu 20% mehr Erfolg bringen.

7. Fehlende Auswahl von breitgefächerten Keywords

Haben Sie keine Angst auch Keywords zu benutzen, die nicht direkt auf Ihre Produkte hindeuten. Wenn Sie einen Catering-Betrieb führen, dann können Sie auch mit Begriffen wie „Häppchen“ arbeiten wie „Käse Häppchen“. Ich meine, wer sagt Ihnen, dass jemand der nach „Käse Häppchen“ sucht, nicht auch einen Catering-Betrieb gebrauchen könnte. Keyword Recherche ist gerade bei der Planung von Online Werbung das A und O.

 

8. Keine Anzeigen Tests

Ad-Tests sollten an erster Stelle stehen bei der Bestimmung der Such Wörter, Ausdrücke, Kombinationen und Sätze, die am meisten Ihre Zielgruppe ansprechen. Führen Sie bei Ihren Kampagnen immer einen sogenannten Ad Test durch und zwar nach folgendem Schema, dass meiner Meinung nach sehr effektiv ist.

Bevor es richtig los geht mit Ihrer Kampagne ist es ratsam, dass Sie pro geplanter Anzeige genau drei Test Ads durchführen d.h Sie schalten pro Thema genau drei Anzeigen, die nur dazu dienen sollen Ihnen aufzuzeigen welche Art und Weise der Anzeigenschaltung am effektivsten ist.

Sobald Sie 400 Klicks pro Anzeige erreicht haben, sollte es Ihnen möglich sein den absoluten Gewinner-Typ an Anzeige raus zu kristallisieren. Achtung! Hier gehen Sie in Ihrem eigenen Interesse gemäß einer sinnvollen ROI Messung vor und nicht irgendwie. Keinesfalls sollte man den CTR-Wert als Maßstab einer Adwords Anzeige nehmen, denn dieser Wert zeigt Ihnen nur wie oft ein bestimmtes Suchwort (Keyword) lokal oder global gesucht wurde. Aber das bedeutet keineswegs, dass man auch Ihre Anzeige Xmal anklicken wird.Ihre Kampagnen sind sinnlos, wenn keine Resultate in Form von Umsätzen, neuen Mitarbeitern, Kunden o.ä entstehen.

Seien Sie mutig und kreativ. Testen Sie ruhig aus, denn in der Online Werbung gibt es KEINE Erfolgsformeln, sondern nur testen, testen und wieder testen. Wer Ihnen gegenteiliges sagt hat entweder keine Ahnung oder will Sie über den Tisch ziehen.

9. Schlichte Homepage Weiterleitungen sind fatal

Meine wichtigste Regel für Ihre PPC Kampagnen: Nutzen Sie die Steuerungsmöglichkeiten richtig aus und machen nicht den Fehler wie ich es oftmals erlebe, indem Sie Ihre Zielgruppe von der Anzeige auf Ihre Standard Homepage weiterleiten. Wenn erstmal jemand auf Ihre Anzeige klickt und Sie diese richtig optimiert haben und es sich um einen ernsthaften Interessenten handelt, dann haben Sie jetzt die Möglichkeit und Chance IHRE Erfahrungen richtig einzubringen.

Lassen Sie es sein wie vor 10 Jahren auf Seiten wie „Über uns“, „Unser Team“ o.ä zu leiten, sondern auf eine aussagekräftige, visuelle Squeeze Page mit einer klaren „Call-To-Action“ Aufforderung. Ich nenne an dieser Stelle bewusst nicht den Begriff Landingpage, denn die sind out und das dürfen Sie mir ruhig glauben.

Wer im Jahr 2012 noch an den Erfolg von üblichen Landingpages glaubt, hat in Wahrheit noch keine echten Resultate erzielt und es ist noch viel Luft nach oben. Das Zauberwort heißt „Squeeze Page“, aber dies ist ein seperates Thema, dass ich demnächst mal beschreiben werde.

10. Kein Conversion-Tracking

Der absolute Killer Ihrer PPC Kampagnen und Budgets sind fehlendes Conversion Tracking. Alles andere ist blinde Hoffnung, dass es irgendwie schon gehen wird. Aber so wird es nicht laufen und glauben Sie mir, dass ich schon Firmen erlebt habe mit extrem hohen Budgets, die sehr viel weniger erreichen, als so manche Freelancer.

Sie müssen beobachten welche Keywords am besten laufen, welche Begriffe gerade heiß sind und auch entsprechend reagieren, wenn Ihre Kampagnen nichts bringen oder zumindest nicht den gewünschten Erfolg, den Sie beabsichtigen.

 

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Ein Kommentar

  1. Hi, fühle mich bei manchen Fehlern ganz schwer an mich selbst erinnert 😀
    Zumindest an meine Anfänge. Das meißte was du beschrieben hast habe ich bereits beachtet und verinnerlicht. Ich tracke meine Kampagnen und nutze Geo-Targeting. Allerdings bin ich im ausschließen von schlecht convertierenden Keyword immernoch nicht so firm. Ich brauche immer eine Weile und verpulvere dabei immer ein wenig Kohle bos ich die Übelsten ausgechlossen habe.
    Mfg
    Mark

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