Die Kleidung ist des Freiberuflers Investment in das Unternehmen

Als ich in Spanien arbeitete erzählte mir eine Kollegin, dass ihr Freund der Ansicht war, dass sie zu viel Geld in ihre Kleidung investieren würde. Diese Kollegin kaufte sehr gerne, nicht gerade günstige Schuhe der Marke Manolo Blahnik. Nicht zuletzt bekannt aus der Serie „Sex and the City“. Zalando wirbt beispielsweise in seiner Adwords-Kampagne mit dem Serientitel und dem Wort „Schuhe“. Offensichtlich ist meine Ex-Kollegin nicht die einzige, die nach diesen Schuhen sucht.

Sie war – genauso wie ich auch – freiberuflich tätig. Also sagte ich ihr, dass er den Kauf der Kleidung als eine Investition zu sehen soll. Des Freiberuflers Unternehmen ist die eigene Person. So wie ein Unternehmen von Zeit zu Zeit Investitionen tätigt, so muss dies auch ein Freiberufler tun.

Das ist nun einmal neben Hardware, Software etc. auch die Kleidung. Denn das, was der Freiberufler „verkauft“ ist er selbst. Natürlich sollte sein Wissen besser sein als sein Anzug. Aber nicht umsonst heißt es „Kleider machen Leute“. Im Unterbewusstsein wird der gut gekleidete Berater immer einen besseren Eindruck hinterlassen als ein weniger gut gekleideter.

Und das betrifft alles, was äußerlich sichtbar ist. Von der Brille auf der Nase bis hin zu den Schuhen. Gerade Frauen achten auch bei Männern sehr genau darauf, wer sich wie kleidet.

Da darf die Brille nicht vom vergangen Jahrhundert sein, der Anzug noch vom Stil Kommunionskind oder die Krawatte ein zu offensiver Eyecatcher (Stichwort Comic-Krawatte).

Hierbei kann es sich durchaus lohnen, modebewusste Frauen einmal selbst zu befragen. Als ich das bei der Kollegin tat, empfahl sie mir Hemden mit hohem Kragen oder auch bugatti Herrenschuhe. Sie wusste zudem sehr genau, welcher Kollege wie viel paar Schuhe hatte oder ob diese geputzt seien. Sachen, auf die man als Mann wohl weniger achtet.

Sie war letztendlich froh, dass ich ihr den Tipp mit der Investition gesagt hatte und gab mir Recht. Endlich hatte sie ein Argument: Wenn ich weiterhin so gut verdienen soll, dann muss ich auch ein wenig in mein Unternehmen investieren.

2 Kommentare

  1. Was auch unbewusst wirkt ist die Körpersprache. Wenn die nicht stimmt, dann nützt die teuerste Kleidung nichts. Wenn sie es aber tut und dann mit der Kleidung kombiniert wird, ist’s fast eine Waffe 😉

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