Marketingstrategie: Das Erfolgskonzept von Zalando

Gründungswillige Menschen stehen oft vor dem Problem, dass sie keine Ideen für erfolgreiche Gründungen haben. Das ist insbesondere bei Betriebswirten der Fall, die in den seltesten Fällen innovative Produkte entwickeln. Dass sie mit ihrem Wissen dennoch ein erfolgreiches Unternehmen gründen können, zeigt das Beispiel Zalando (zalando.de).

Online-Shops gibt es wie Sand am Meer. Und jedes Jahr kommen tausende hinzu. Einige von ihnen führen das Leben einer grauen Maus. Die Betreiber können sich gerade so über Wasser halten. Andere wieder wie Zalando erwirtschaften nach letzten Angaben eine halbe Milliarde Euro im Jahr. Woran liegt das?

Zalando kennt jeder als Online-Schuhshop. Über 50% des Umsatzes werden mit der Fußbekleidung erzielt. Der Rest fällt auf Bekleidung, Accesoires etc. Zalando bietet eigentlich nichts Neues. Keine innovatives Produkt oder ein neues Geschäftsmodell. Vielleicht war es Endverbrauchern bisher noch nicht so geläufig, dass man Artikel auch kostenlos zurückschicken kann. Das praktizierten andere Online-Shops vor Zalando. Dennoch würden wohl viele Verbraucher bei der Frage „Welchen Anbieter kennen Sie, der Artikel kostenlos zurücknimmt?“ wohl den Namen des Online-Schuhhändlers nennen.

Der Grund hierfür ist sichlerlich in der ausgeklügelten Marketingstrateige zu sehen. Zalando und vor allem seine Kapitalgeber geben eine klare Richtung vor: Wachsen, wachsen, wachsen! Um dies zu realisieren ist es wichtig, schnell eine Marke aufzubauen. Die Strategen hinter Zalando wissen, dass sie allein mit den Produkten nicht gegen die Konkurrenz ankommen. Also muss man das Gehirn der Verbraucher ständig mit der Marke beschäftigen.

Das Unternehmen engagiert hierfür Spezialisten, die Fernsehwerbung produzieren, Social Media angehen, Youtube-Werbung schalten etc. Zalaondo ist der Hauptzielgruppe (Frauen im Alter von 25-40) ein Begriff. Sie sind konsumfreudig und haben keine Scheu, online einzukaufen. Also wird dafür gesorgt, dass wenn eine dieser potenziellen Kundinnen an das Lieblingsthema „Schuhe“ denkt, dies automatisch mit dem Wort Zalando verknüpft. Das machen die Marketingexperten schon sehr gut.

logo zalandoNatürlich bedarf es hier an viel Geld. Dafür sorgt vor allem der Investor Oliver Samwer, der bereits Ende der 1990er gutes Geld mit dem schnellen Aufbau und Verkauf von Plattformen verdient hat (damals Verkauf an ebay). Doch müsste Samwer auch wissen, dass eine reine Ausrichtung auf Wachstum auch nach hinten losgehen kann. Er hat den E-Business Hype am Ende des letzten Milleniums miterlebt und auch die vielen Start-Ups, die zugrunde gingen. Daher sehe ich persönlich ein solches Vorgehen eher kritisch. Ein Unternehmen kann so nicht gesund wachsen.

Dies zeigen auch die Zahlen von Zalando. Zwar wurde der Umsatz von 150 Millionen auf knapp über 500 Millionen angehoben. Wie viel unterm Strich aber übrigbleibt ist unbekannt. Schließlich verschlingt die Werbung Millionen. Und auch die Rücklaufquote soll bei fast 3/4 liegen. Ein zu hoher Wert.

Nichtsdestotrotz hat Zalando durch seine arketingstrategie viele Konkurrenten hinter sich gelassen. Das Unternehnen rangiert in Deutschland hinter der Otto-Gruppe auf Platz 2. Das alles hat es seiner ausgeklügelten Marketingstrategie zu verdanken.

Bildquelle: zalando.de

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