Erfolgreiche türkische Start-Ups: yemeksepeti.com

Vor einigen Wochen war der Gründer und CEO des türkischen Start-Ups yemeksepeti.com zu Gast in der Sendung CEO Club, das am Sonntag auf dem Sender Sky 360 ausgestrahlt wird.

Nevzat Aydin hat zwischen 1994-1999 Informatik an der Bogazici Universität in Istanbul studiert. Er gibt zu, kein besonders guter Student gewesen zu sein. Dafür habe er auch für sein Studium so lange gebraucht. Schon zu Zeiten seines Studiums wollte Aydin sein eigenes Unternehmen gründen. Er beschloss 1999 in den Silicon Valley zu gehen und sich dort inspieren zu lassen. Zurück kam er mit vier Ideen:

  • Dating-Plattform
  • Wett-Plattform
  • Essensbestellung über das Internet und
  • Game-Entwicklung

Am ehesten sprach ihn dabei die Idee der Essensbestellung über das Internet an und er gründete im Jahre 2000 mit zwei Co-Foundern die Plattform yemeksepeti.com. Dort können registrierte User je nach Stadt einfach per Mausklick ihren Essenskorb (was yemeksepeti übersetzt bedeutet) bestellen. Auf die Frage, welche Speisen denn in der Türkei gefragt seien, antwortet Aydin, dass im Gegenteil zum weltweiten Trend chinesisches oder indisches Essen in der Türkei nur selten bestellt wird. Dagegen sind jedoch Kebap und Pizza der absolute Renner unter Türken.

Die ersten Bestellungen wurden nach Liveschaltung der Plattform durch Freunde und Bekannte getätigt. Die Freude war groß, als die erste Bestellung durch eine unbekannte Person erfolgte. Anfänglich mussten teilnehmende Restaurants auch keine Gebühr zahlen. Mittlerweile erhebt das Unternehmen eine monatliche Gebühr von 4 Türkischen Lira pro Restaurant. So soll sich die Spreu vom Weizen trennen.

Das türkische Start-Up yemeksepeti.com gehört deshalb zu den erfolgreichsten Start-Ups im Internet, da laut Aydin mittlerweile täglich 50-60.000 Bestellungen eingehen. Dieser Erfolg blieb natürlich auch im Ausland nicht unbeachtet. 2004 trat das erste Venture Capital Unternehmen an das Start-Up heran. Erst 2011 jedoch konnte sich das Unternehmen zu einer Finanzierung durch einen Venture Capitalisten durchdringen. Ein deutscher Fond investierte 44 Millionen Euro und erhielt im Gegenzug einen Minderheitsanteil an der Unternehmung.

Jungen Gründern empfiehlt Aydin auf dem Teppich zu bleiben. Zu viele würden meinen, das neue Facebook entwickelt zu haben. Das ginge damit einher, dass man auch ungern seine Idee verraten würde. Aydin empfiehlt hingegen Offenheit, denn nur so kann man tatsächlich evaluieren, ob die Idee Potenzial besitzt.

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