Fördermittel für sein Start-Up erhalten

Wer ein Start-Up gründet, steht meist vor dem Problem der Finanzierung des Vorhabens. Ob Absolvent oder Berufserfahrener, die Kosten eines Unternehmens übersteigen oft die eigenen Mittel. Es muss externes Kapital her.

Wer nicht gerade einen reichen Verwandten hat, der zudem felsenfest davon überzeugt ist, dass das Start-Up ein Highflyer wird, der muss sich auf die Suche nach diesem Kapital begeben. Dabei empfehle ich jungen Gründern sich erst einmal die Fördermittel der EU, vom Bund und der Länder anzuschauen.

Die Förderung meines ersten Start-Ups

Als ich 2009 mein erstes Start-Up mit Freunden gründete, bekamen wir den Hinweis auf die Exist-Gründerförderung. Dieser Fond fördert Studenten und Absolventen bis max. fünf Jahre nach dem Studiumende.

Bevor wir einen Antrag gestellt haben, sprachen wir mit anderen Gründern. Was sollte in so ein Ideenpapier hinein? Wofür kann man die Fördersumme verwenden? Von den Prüfern wurden insgesamt 13 Punkte für Innovation, Team und Wirtschaftlichkeit vergeben. Wir erzielten 11 Punkte und erhielten damit die Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Immerhin waren das für drei Gründer eine stattliche Summe von 96.400 €, die z.T. für den Lebensuntertalt und z.T. für Sachmittel und Coaching zur Verfügung gestellt wurden.

Fördermittel für gemeinnützige Organisationen

Auch in meinem neuen sozialen Projekt benötige ich Startkapital. Auch diesmal würde ich gerne Förder- und Stiftungsgelder beantragen wollen.

Nur kenne ich mich in dem Bereich nun einmal nicht so aus. Es gibt eine Menge Fördermitteltöpfe. Das klingt zunächst einmal gut. Um sie alle durchzugehen, kann man sich gut und gerne zwei Monate nur mit der Recherche beschäftigen, um dann herauszufinden, dass eigentlich nur 10% relevant sind.

Ein Kollege aus unserem Co-Working-Space hat mich auf das Buch Förderlotse Fördermittelhandbuch 2015 aufmerksam gemacht. Er hatte es sich gekauft und empfahl es mir gleichzutun. Das Problem ist jedoch, dass ich aufgrund meiner Augen seit Jahren schon keine Bücher lesen kann. Dennoch halte ich solche Bücher für sehr hilfreich, da sie einem enorm viel Zeit sparen.

Förderlotse Fördermittelhandbuch 2015

Das Buch wurde von Diplom-Kaufmann Torsten Schmotz geschrieben. Einem sehr erfahrenen Mann im Bereich der Fördermittelberatung. Er gibt regelmäßig Präsenz- und Online-Seminare zum Thema Fördergelder.

Das Buch soll übersichtlich nach Förderschwerpunkten gegliedert sein, so dass es trotz seines mächtigen Umfangs recht übersichtlich ist. Die Fördermittel sind in so genannten „Steckbriefen“ aufgeführt, so dass dem Leser in recht kurzer Zeit deutlich wird, ob die Maßnahme für das eigene Projekt geeignet ist oder nicht.

Das ist auch das Hauptproblem bei der Fördermittelsuche. Man liest sich erst lange Webseiten durch, um hiernach zu begreifen, dass eine Förderung des Projektes durch diesen Fördertopf gar nicht in Frage kommt.

Fazit

Als Gründer muss man sich um alles selbst kümmern. Da ist es hilfreich, wenn andere einem die Arbeit ein wenig abnehmen. Manchmal ist es eine Person, manchmal ein Buch. Diese Zeit kann man dann in andere Bereiche lenken und sein Start-Up viel schneller dorthin bringen, wo man es gerne sehen würde. Und dabei hilft natürlich auch der eine oder andere gesponserte Betrag.

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