Mitarbeiter einstellen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Lässt sich die Arbeit im eigenen Unternehmen nicht mehr im Alleingang bewältigen, ist Unterstützung vonnöten und die Frage nach der Einstellung von Mitarbeiten wird präsent. Aber auch wenn Gewinne erzielt werden und die Geschäfte gut laufen, können Unternehmer nicht immer gleich eine Schar von festangestellten Vollzeitkräften beschäftigen. Doch es gibt Alternativen.

Bei einen festangestellten Mitarbeiter muss ein Unternehmen neben dem Gehalt auch die sogenannten Lohnnebenkosten für einen Arbeitnehmer zahlen. Diese Beiträge an die Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und gesetzliche Unfallversicherung sind nicht unerheblich und machen im Ganzen eine Mehrbelastung von ca. 20-23 Prozent zum vollen Gehalt aus. Kostengünstige Alternativen zu einer Festanstellung können zum Beispiel sein:

Die Beschäftigung von Studenten

Mitarbeiter einstellenStudenten sind für Unternehmen eine besonders interessante Zielgruppe. Ein Student muss nicht kranken-, pflege- und arbeitslos versichert werden und ist daher äußert kostengünstig als Arbeitskraft. Verdient er weniger als 450 Euro, liegt auch keine Rentenversicherungspflicht vor. Achten sollte man vor allem darauf, dass Studenten nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, sonst greift die Versicherungspflicht. Prüfen sollte man auch, ob der Student einen gültigen Immatrikulationsnachweis besitzt. Zur Sicherheit sollte man sich auch einen schriftlichen Nachweis aushändigen lassen, dass dieser in keinem anderen Unternehmen beschäftigt ist. Eine gute Möglichkeit, einen passenden studentischen Mitarbeiter zu finden, bieten Portale wie zum Beispiel STUDITEMPS im Internet.

Die Beschäftigung von Mini- und Midi-Jobbern

Sogenannte Minijobs sind Tätigkeiten mit einem regelmäßigen Verdienst bis zu 450 Euro im Monat. Der Arbeitnehmer muss in diesem Fall keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen und der Arbeitgeber zahlt lediglich eine Pauschalabgabe in Höhe von rund 30 Prozent an die Minijobzentrale der Bundesknappschaft. In den Abgaben sind 13 Prozent Krankenversicherung, 15 Prozent Rentenversicherung und eine pauschale Lohnsteuer von 2 Prozent. Bei einem Midijobber liegt der Verdienst zwischen 451 und 800 Euro. Der Arbeitnehmer muss hierbei ab 451 Euro selbst etwa 4 Prozent abführen, dieser Prozentsatz steigt parallel zum Gehalt bis zu einem Maximum von 21 Prozent. Als Arbeitgeber zahlt man ca. 21 Prozent des Arbeitsentgelts als Lohnsteuer. In beiden Fällen sollte man als Unternehmer mit dem zuständigen Steuerberater klären, ob man die Pauschalbesteuerung oder eine Besteuerung nach Lohnsteuerkarte wählt.

Die Beschäftigung von Auszubildenden

Besitzt man als Unternehmer eine abgeschlossene Berufsausbildung in der eigenen Tätigkeit, ist man in der Regel berechtigt selbst ausbilden. Diese Variante ist gegenüber einer bereits ausgebildeten Vollzeitkraft günstiger, jedoch auch aufwendiger. Auszubildende sind aufgrund ihrer Lernphase und Berufsschulpflicht noch nicht voll im Unternehmen einsetzbar. In der dreijährigen Ausbildungszeit kann man jedoch gut die Entwicklung beobachten und die Eignung des Lehrlings prüfen und danach entscheiden, ob man ihm eine Festanstellung anbietet oder nicht.

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