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Menschliche Haut, Knochen, Zungen und Haare als Bestandteile von Zaubertränken – das klingt wie der Stoff aus einem Horrorfilm oder einem Albtraum. Doch der Aberglaube führt in Tansania tatsächlich auch heute noch zu furchtbaren, sogar tödlichen Auswüchsen. Das zeigt das Schicksal einer Bevölkerungsgruppe in Tansania, der Albinos. Darüber wird der Filmemacher H. Mohamed nun eine schockierende-, aufdeckende Kino Dokumentation drehen.

 

Sam Mfunguzu ist vergleichsweise glimpflich davongekommen in 2009: Der 28-jährige wurde nur eine Hand abgehackt. Bei Lilian Abdalla waren die unbekannten Täter weniger „gnädig“: Sie brachten das Mädchen aus dem tansanischen Dorf bei Arusha gleich um, bevor sie ihr einen Arm abtrennten. Lilian war erst zehn Jahre alt.

 

Das Leben dieser diskriminierten Randgruppe in Tanzania ist schwer genug – viele sterben wegen ihrer hellen Pigmentierung noch in jungen Jahren an Hautkrebs – doch seit einigen Jahren ist eine weitere, tödliche Bedrohung hinzugekommen: Mindestens 40 Albinos wurden alleine in Tansania seit Jahresbeginn bestialisch ermordet. Weil Medizinmänner sich eines teuflischen Aberglaubens besannen, der da lautet: Ein Zaubertrank, der Körperteile von Albinos beinhaltet – besonders begehrt sind die Gliedmaßen, aber auch Zunge und Brüste werden abgetrennt –, macht reich und glücklich. Dass dafür Menschen sterben, wird in Kauf genommen.

 

Filmemacher H. Mohamed wird ab April 2012 die mit den Dreharbeiten beginnen- sich auf die Suche auf die Hintermänner machen und die Einzelschicksale zweier Albino Familien aufdecken. Da der Filmemacher 4 Jahre gelebt hat hat er viele Kontakte in dem Land in Ostafrika und wird auch die einzige Albino Frau im Parlament interviewen.

 

Gerade bei Albinos in Tansania ist die Hemmschwelle besonders gering, denn ihnen wird teilweise das menschliche Wesen abgesprochen: In manchen Landstrichen hält man sie für unsterbliche Geister oder man glaubt, sie seien von Dämonen besessen. Kurz: Das Wissen um die genetischen Ursachen ist gering, die Vorurteile sind groß. So groß, dass Albino-Babys manchmal gleich nach der Geburt getötet werden, da sie als Zeichen eines Fluchs gelten.

 

In die Schule werden Albinos kaum geschickt, einerseits weil man sie für zurückgeblieben hält, andererseits weil sie unter den Ressentiments ihrer Mitschüler zu sehr leiden. In der Folge haben sie es auch extrem schwer, einen Job zu finden: Kaum jemand würde einen Albino als Verkäufer oder gar in der Gastronomie anstellen, da Albinismus oft für ansteckend gehalten wird.

 

Die Behörden, zunächst wegen mangelndem Einsatz im Kreuzfeuer der Kritik, haben inzwischen Dutzende Verdächtige verhaftet. Gegen den in der Bevölkerung verbreiteten Aberglauben ist die Polizei freilich machtlos.

 

Die Dokumentation wird zum Teil durch Crowdfunding finanziert, zum Teil durch Investoren. Wer kann und sich bereit fühlt sich an der Wahrheit zu beteiligen, kann weitere Informationen auf der Seite des Filmemachers finden: www.survival-tv.de. Die Dokumentation arbeitet auch mit den Deutschen Crowdfunding Plattformen pling.de und startnext.de zusammen.

 

 

Wer ist H. Mohamed:

Mein name ist H. Mohamed, Gründer und Inhaber von Survival-TV, ich lebte von 2006-2007 in Uganda, wo ich unter anderem zusammen mit der Europäischen Union das EU Filmfestival Uganda 2007 organisierte. Von 2008-2010 lebte ich in Tansania und im Kongo wo ich die Dokumentation „matata im Kongo realisierte und den Trailer meiner Doku „Run Albino Realisierte. Ich arbeitete an mehreren Co Produktionen. 2011 lebte ich für einige Monate in Ruanda. Momentan bin ich für einige Monate wieder in Deutschland bevor ich mich an meine neuen Projekte 2012 wage

 

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