Schnelligkeit zählt: 2 Beispiele, wie Unternehmer reagieren

Ich hörte einst, dass man über mich in der Firma sagte, dass ich langsam sei. Das stimmt. Gerade bei physischen Aktivitäten bin ich das auch. Das hat aber auch seinen Grund. Entscheidend ist jedoch, dass man nicht im Kopf langsam ist und das sind leider viel zu viele Menschen.

Ich möchte im Folgenden von zwei Beispielen berichten, die sich innerhalb des letzten Monats ereignet haben und die den Unterschied zwischen guten und schlechten Unternehmern aufzeigen. Zwischen denen, die eine Situation richtig analysieren, schnell schalten und reagieren und denen, die einen Goldkrug nicht erkennen, obwohl er vor ihnen mit der Aufschrift „Goldkrug“ steht. Passend hierzu kann man sich auch meinen letzten Artikel über die drei Gründertypen durchlesen.

Der Verlierer-Typ

Vor ca. einem Monat wurde ich auf eine Zeitung aufmerksam gemacht. Ich kannte sie nicht. Man schickte mir die Webseite zur Zeitung. Ich war geschockt. So etwas konnte man doch niemandem vorzeigen! Eine völlig verwahrloste Seite, der man eigentlich den Gnadenschuss verpassen sollte.

An der Webseite hätte ich schon erkennen müssen, wie ernst es dem Besitzer mit der Online-Präsenz der Seite ist. Aber nun gut. Ich habe eine Schwäche für derartige Todeskandidaten und bot spontan an, die Seite kostenlos als Admin zu betreuen. Im Gegenzug wollte ich lediglich meine kleine Kolumne, in der ich meine geistigen Ergüsse vortragen konnte.

Es erfolgte auch recht schnell der erste Kontakt. Man war von meinem Angebot begeistert. Vor dem Hintergrund, dass ich auch noch im Online-Marketing tätig bin, stellte ich auch in Aussicht, Werbung für die Seite besorgen zu können. So geschah es auch ca. eine Woche später. Ich hatte einen Werbekunden, der sofort 100 € in die Kassen der vor sich her dümpelnden Seite gebracht hätte. 100 € quasi für’s Nichtstun.

Weder wurde auf meine Analyse der Seite reagiert, noch der versprochene Admin-Zugang erstellt, noch das Werbegeld angenommen. Da hinterfragt man selbstverständlich die Ernsthaftigkeit eines solchen Zeitungsinhabers.

Der Gewinner-Typ

Wie man es richtig macht, zeigt folgendes Beispiel. Vor 1-2 Wochen bin ich auf eine weitere Online-Zeitung aufmerksam geworden. Die Texte gefielen mir. Im Gegensatz zur ersten Seite war diese jedoch lebendig.

Dieser Redaktion bot ich an, ab und an kostenlos für diese zu schreiben. Kurze Zeit später reagierte der Inhaber und meinte, ich könne ja mal einen Artikel schreiben und zusenden. Eine Woche später tat ich das dann auch. Am heutigen Sonntag.

Noch am selben Tag reagierte der Inhaber erneut und schrieb mir, dass er den Artikel sehr gut fand und für die Veröffentlichung vorbereiten lässt. Er bat mich noch um ein Profilbild und eine Kurzbeschreibung meiner Person.

Im Business zählt Schnelligkeit

Mir imponieren Menschen, die schnell sind. Vor allem im Kopf. Diejenigen also, die eine Situation sehen, schnell analysieren und dann schnell die richtige Entscheidung treffen. Am obigen Beispiel sahen wir, wie es gehen und wie es nicht gehen sollte.

Auch nach vier Wochen ist von der ersten Zeitung keine Reaktion erfolgt. Dieser Zustand lässt mich an der Ernsthaftigkeit des Vorhabens zweifeln. Wie ich in meinem letzten Beitrag schrieb: Nicht jeder hat das Zeugs für einen Unternehmer. Zwingt euch deshalb nicht zu etwas, was offensichtlich nicht euer Ding ist. Gerade wenn ihr keinerlei Erfahrung in dem Business mitbringt und den Wert eines Personals, der für lau arbeitet, nicht wertzuschätzen wisst.

3 Kommentare

  1. Letzten Endes ist es doch so, dass man als Unternehmer mit langsamen Reaktionen auch Inhalte veröffentlicht, die evtl. längst Themen bearbeiten oder Standpunkte innerhalb diverser Themen, welche längst überholt sind. Wir leben im Informationszeitalter … aktuelle Daten sind der Wert an sich!
    Ich habe immer den Eindruck – und er verstärkt sich fast täglich – wir meinen hierzulande, dass man alles auszudiskutieren hat und jedwede Unstimmigkeit als Gefahr ansieht. Bis wir mal in die Mache kommen, haben andere längst ihre Tests angeschlossen und sind uneinholbar fortgeschritten. Skepsis meine ich damit ausdrücklich nicht!
    Ich meine einfach die Trägheit hierzulande. Man fühlt sich mit neuen Ideen immer schief angeschaut, keiner vertraut in einen oder unterstützt einen sogar. Lieber diskutiert man alles, bis dann die Chancen dahin sind … dann hat man ja wieder Recht, wenn man sagt: „… ich wusste es doch gleich, dass es nicht funktioniert!“
    Wir haben zu viele „Anker“ im Kopf und zu wenig „Vögel“ … das wird sich rächen!

    Michael Marheine

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