Social Media Strategien! Was soll das denn sein ?

So merkwürdig unsere heutige Überschrift auch klingen mag, genauso sieht die Wirklichkeit deutscher Unternehmen aus. Es scheint völlig abwegig zu sein mit einer Social Media Marketing Strategie das eigene Unternehmen ins rechte Licht zu rücken. Ist das die Unwissenheit der deutschen Unternehmer und Entscheider oder nur eine gefährliche Arroganz in Form von „Unterschätzung des mächtigen virtuellen Kunden“ ? Eigentlich sind die Gründe völlig egal, denn ungeachtet dessen ist es mittel- und langfristig ein Dolchstoß ins eigene Unternehmer-Fleisch, der brutale und nachhaltige Narben zurücklassen wird. 

Das renommierte Marktforschungs-Institut GFK stellt in einer aktuellen Studie fest, dass rund 50% aller deutschen Unternehmen in den sozialen Netzwerken aktiv vertreten sind. Das mag sich toll anhören, ist jedoch in unseren Augen eine Peinlichkeit für das deutsche Innovations-Herz, denn somit sind ca. 50% der deutschen Firmen nicht in den sozialen Netzwerken aktiv vertreten und vergeuden eine wirtschaftliche Chance.

Weiter heißt es in der Gfk Studie, dass nur jedes zweite Unternehmen, der in den sozialen Netzwerken vertretenen, eine Strategie verfolgen. Auch das mag sich im ersten Moment noch relativ unspektakulär anhören, aber dies bedeutet nichts anderes, als das deutsche Unternehmen bzw. dessen Social Media Abteilungen nur so vor sich her dümpeln in der großen weiten Online Welt.

Es wird noch schlimmer, denn während nur 40% der befragten Entscheider eine eigene Social Web Strategie verfolgen, wissen rund 8,5% der „ENTSCHEIDER“ nicht, dass es überhaupt eine Social Web Marketing Strategie gibt. Prost und Mahlzeit liebes Deutschland in der digitalen Zeit!

 

Immerhin glauben 74,1 % der befragten Entscheider, dass Social Media Marketing eine wichtige Rolle für das eigene Unternehmens-Marketing spielt und 62% glauben auch fest an die Möglichkeiten der Videoportale wie Youtube & Vimeo.  Jetzt wird es allerdings wieder ganz banal, denn 73,7 % geht davon aus, dass die Budgets für derartige Kampagnen steigen werden und laut Gfk wollen zweidrittel der Befragten ihre Budgets erhöhen für Social Media Marketing. Gleichzeitig wird dann bekannt, dass die Ausgaben für Social Web Marketing Kampagnen bei weniger als 15% liegen des gesamten Werbebudgets.

 

Es ist schön zu sehen, dass alle die Bedeutung erkennen und kaum bis nichts tun. Als wäre das nicht schon schlimm genug; macht die Gfk Studie auch noch bekannt, dass nur ein Drittel der befragten Unternehmen mit Blogger und speziellen Social Media Kampagnen aufwarten. Doch jetzt wird es so richtig peinlich für deutsche Unternehmen, denn jetzt wollen sie (fast) alle auf einen neuen Zug aufspringen, der so ziemlich hip ist und von dem tatsächlich selbsternannte Super-Experten behaupten, dass es eine neue Marketing-Methode sei.

 

Und zwar geht es um das sogenannte „Word of Mouth“, was nichts anderes bedeutet als „Empfehlungsmarketing“ und dies ist grundsätzlich nichts neues, sondern eine Strategie, die Firmen wie Avon Cosmetics seit über 125 Jahren umsetzt.

Allerdings funktioniert diese Strategie in den USA sehr gut, aber nur weil sie Blogs und Social Web Marketing nicht ausschließen, sondern die Blogger aktiv miteinbeziehen. Dies fehlt in Deutschland (noch)!

 

„Die breite Medienpräsenz des Themas Social Media und die exemplarischen Erfolgscases vermitteln einen trügerischen Eindruck“, meint David Eicher, Geschäftsführer der webguerillas. „Tatsächlich agieren Deutschlands Unternehmen auf Facebook & Co überwiegend noch nach dem Trial & Error-Prinzip und verkennen dabei das enorme Potenzial von Social Media. Sei es Marketing, HR, Customer Service oder Vertrieb – sie alle können dank Web 2.0 ihre Zielgruppe unmittelbar, aber auf zumeist nicht deckungsgleichen Kanälen erreichen. Eine bereichsübergreifende Strategie ist daher unverzichtbar.“ (Internetworld.de)

 

Diese Studie wurde von der Gfk im Auftrag der Webguerillas geführt, wobei 270 Entscheider befragt worden sind.

 

Quelle:Internetworld.de
 

 

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