Virtuelles Büro oder richtiges Büro?

2009 gewann ich mit meinem Businessplan (s. Navigationsleiste oben) den start2grow Ideenwettbewerb der Stadt Dortmund. Die Freude über diesen Gewinn wurde in diesem Jahr etwas getrübt, aber dazu mehr im kommenden Artikel.

Die erste Hälfte des Preisgeldes (12.500 €) wurde sofort ausgezahlt. Die zweite Hälfte war an die Gründung des Unternehmens in Dortmund geknüpft. Wir haben hin und her überlegt, ob es Sinn machte, dort zu gründen, da wir eigentlich nichts mit Dortmund zu tun hatten. Das Geld lockte jedoch.

Der erste Versuch: Anmietung eines richtigen Büros

Für die Unternehmensgründung ist ein Firmensitz notwendig. Also schaute ich mir die Angebote des Veranstalters für Büroräume an. Diese versuchten mit Angeboten in Business Centern Gründer nach Dortmund zu locken. Unsere Ansprüche waren niedrig, also baten wir um ein kleines Büro. Es sollte 180 € kosten.

Als wir zur Besichtigung gingen, war der Preis plötzlich 50% höher als angekündigt. Zufällig saß auch ein entfernter Bekannter im selben Gebäude, so dass wir uns seine „Bruchbude“ einmal anschauen konnten. Schnell war mir klar: Hier wollte ich auf keinen Fall bleiben. Also machten wir uns online auf die Suche und fanden dann das Richtige für uns.

Die Entscheidung für ein virtuelles Büro

Ich entschied daraufhin, ein virtuelles Büro in Dortmund anzumieten. Virtuell deshalb, weil man keinen physichen Raum mietet, sondern vielmehr eine Dienstleistung. Diese beinhaltet:

  • Eine Geschäftsadresse, die man bei Behörden angeben kann
  • Einen Telefonservice bei der eine Mitarbeiterin den Anruf annimmt und per E-Mail um Rückruf bietet
  • Einen Postservice, der bei eingehenden Briefen fragt, wie vorzugehen ist (Papierkorb, einscannen, per Post zuschicken
Virtuelles Büro in diesem Gebäude

Auf Wunsch kann man recht flexibel, zusätzliche Leistungen hinzubuchen. Zum Beispiel hätten wir bei Investitionsgesprächen einen Konferenzraum gebucht, um a) professioneller aufzutreten und b) um das Investorengespräch nicht in einem Café o.Ä. abzuhalten.

Gekostet hat mich das virtuelle Büro seinerzeits 99 € zzgl. Mehrwertsteuer. Die Anmietung eines richtigen Büros in Dortmund hätte mich locker das 3-fache gekostet. Außerdem hätte ich für potenzielle Konferenzen Möbel besorgen müssen. Als ich die zweite Hälfte des Preisgeldes erhielt, kündigte ich das virtuelle Büro (Mindestmietzeit: 3 Monate) und verließ Dortmund endgültig.

 

Ein richtiges Büro zum Arbeiten

Das Preisgeld in Dortmund war nur an die Gründung, nicht an den weiteren Verbleib des Unternehmens gebunden. Dass Gründer aus anderen Regionen in den seltesten Fällen umziehen würden, dessen ist sich auch die Stadt Dortmund bewusst.

Zurück in unserer Heimatstadt haben wir dann ein richtiges Büro für 250 € im Monat angemietet. Dies war notwendig, da in der ersten Zeit das Produkt vorangebracht werden musste und ein gemeinsames Arbeiten so effektiver und effizienter gestaltet werden kann. In der knapp 1,5-jährigen Mietzeit haben wir auch geschaut, dass wir wichtige Kooperations-, Mitarbeiter- und Investorengespräche dort geführt haben.

Nachdem das Produkt aber auf festen Bahnen war, entschieden wir uns für das reine Home-Office. Ein Vorteil, wenn man online gründet. So konnten wir Kosten sparen. Kopperationsgespräche wurden hiernach weniger geführt und wenn, dann über Telefon bzw. direkt vor Ort bei Kunden.

Bildquelle: excellent-bc.de

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