Gründererfahrung – Was zur Insolvenz führte

Drei Beiträge zuvor habe ich darüber berichtet, wie wir fast unnötigerweise unser Unternehmen liquidiert hätten. Grund dafür war eine schlechte Beratung und unsere Unerfahrung im Umgang mit unerwarteten Ereignissen.

Ich habe mir kürzlich ein Interview mit dem Gründer Matti Niebelschütz angehört. Darin beschreibt er, wie deren Unternehmen damals insolvent gegangen ist und wie sie dennoch das Unternehmen retten konnten.

Überschätzte Progrnosen

Das Unternehmen hatte 2011 ein sehr gutes Jahr hinter sich. Wachstumsraten von 3-400%, ein Jahresüberschuss von 70.000 €.

Wenn ein Start-Up an den Start geht, kann es vorkommen, dass – gerade, wenn es sich um etwas Neues handelt – die Nutzer besonders auf das Produkt oder die Dienstleistung abfahren. Viele Menschen „probieren“ gerne einmal etwas aus. Entscheidend ist, dass sie zu wiederkehrenden Kunden werden. D.h. am besten nach x Monaten wieder kaufen. Man spricht in dem Zusammenhang auch vom Customer Lifetime Value.

Mit den obigen Unternehmenszahlen erhöhte das Start-Up seine Marketingausgaben um das 20-fache. Insbesondere in TV-Werbung wurde viel Geld hineingesteckt.

Die böse Überraschung

Ich bin immer gegen zu hohe Marketingausgaben bei denen der Erfolg nicht ungefähr abschätzbar ist. Ich gehe daher kleinere Sachen an, überprüfe den Erfolg und erhöhe dann ggf. das Budget.

Im Fall des obigen Start-Ups hat die TV-Werbung nicht performed. Die Kunden blieben aus, die Schulden häuften sich aufgrund der Aufstockung der Kapazitäten an. Eine klare Fehlprognose der erwarteten Umsätze.

Die Insolvenz

Wird eine Insolvenz beantragt, wird zunächst einmal ein Insolvenzverwalter bestimmt. Der schaut sich das Unternehmen genau an und beschließt, ob es mit diesem weitergehen soll oder nicht.

So war es auch im Fall des Start-Ups vonNiebelschütz. Dieser hat ihm dann nahelegt, dass Unternehmen selbst aufzukaufen und die Gläubiger mit der Kaufsumme zu bedienen. Dies tat er dann auch gemeinsam mit seinem Bruder.

Konsequenzen im Marketing

Die Empfehlung im Marketing ist es, einen Mix aus diversen Marketinginstrumenten zu nutzen. Das hatte das Start-Up mit der einzigen Konzentration auf TV-Werbung gerade nicht gemacht.

Nach dem Aufkauf stellte es sich breiter im Marketing und Vertrieb auf. Seitdem soll es dem Unternehmen auch besser gehen.

Fazit

Eine Insolvenz ist keine leichte Sache. Gerade in Deutschland „darf“ man als Gründer nicht scheitern. Wen eine solche Situation schon vorneherein stresst, der sollte gleich professionelle Unterstützung einholen. Auf der Seite pacemark-finance.eu wird man diesbezüglich zum Beispiel fündig.

 

 

 

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