Webshops müssen klare Preisangaben machen

Wer kennt sie nicht ? Da will man nach einem neuen Handy, Laptop oder Waschmaschine surfen und stößt immer wieder auf Preisangaben wie 299,-€  199,-€ und natürlich gehen Online Kunden in der Regel davon aus, dass Produkt X vorher 299€ gekostet hat und jetzt nur 199€. Also ein Schnäppchen oder etwa doch nicht ? Wir sind genau dieser Frage nachgegangen und sind auf sehr interessante Rechtsprechungen aus Düsseldorf gestoßen. 

Klar! Als erfahrener Internet Nutzer/in weiß man einfach, dass gerade im dichten Webshop-Dschungel alle Sinne gefordert sind, um bei der Jagd nach tollen Schnäppchen und Produkten nicht selbst zum Opfer wird.

Nicht immer sind die bekannten durchgestrichenen Preise auch tatsächliche Vor-Verkaufspreise eines Onlinehändlers und genau das hinterlässt einen faden Nach-Geschmack. Eine klare Rechtsprechung wäre da hilfreich, um gewisse Marketingaktivitäten in ihre Schranken zu weisen.

Denn ärgerlich ist es allemal, wenn Online Kunden sich über ein vermeintliches Schnäppchen stürzen in dem Glauben, dass das Produkt vorher zu einem höheren Preis verkauft wurde.

 

In der Realität sieht es tatsächlich anders aus. Oftmals handelt es sich um reine Phantasiepreise, die jeglicher Grundlage entbehren und diese bestimmten Webshop Betreiber verfolgen einfach das Ziel dem Internet Kunden einen Top Preis vorzugaukeln.

 

Daher fordert eine kürzliche Rechtsprechung des Landgerichts Düsseldorf unter dem Aktenzeichen AZ.: 38 O 58/09 am 20.09.2011 wie folgt geurteilt :“ Werbung mit durchgestrichenen Statt-Preisen ohne Hinweis darauf, dass es sich um früher VERLANGTE Preise handelt, sind unzulässig.“
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Ganz anders hingegen sah es das Oberlandesgericht Düsseldorf mit Urteil vom 29.06.2011 unter dem Aktenzeichen 1-20 U 28/10.

 

Rechtsanwältin und Fachjuristin für IT Recht Sabine Heukrodt empfiehlt in ihrem E-Shop Rechtstipp beim Internet World Business immer die durchgestrichenen StWeb Marketing Blog für Direktvertriebatt-Preise, inbesondere bei Markenprodukten, mit besonderen Erklärungen zu versehen.

Solche näheren Erklärungen könnten z.b UVP für „Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers“ oder „Unser alter Verkaufspreis“ sein, so die Mainzer Anwältin Heukrodt.

 

Mehr zu diesem Thema erfahren unsere Leserinnen und Leser auf Legalershop.de mit Tipps und Rat von Fachanwältin Sabine Heukrodt sowie rechtssichere Lösungen für Webshops.

 

 

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