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Serie Arbeitsunfall : „Nur kurz nicht aufgepasst…“

Ein Arbeitsunfall ist schneller passiert als vermutet. Eine Sekunde nicht aufgepasst und schon kann sich im schlimmsten Falle das ganze Leben ändern. Einen kleineren Arbeitsunfall hatte bestimmt schon jeder mal, aber je nach Berufsgruppe kann ein Fehler, Mißverhalten oder nicht ausreichender Schutz zu fatalen Folgen führen. Dabei kann nicht ausreichender Schutz schnell zu Verlust von Versicherungsschutz führen. Die passende Arbeitskleidung sollte daher immer die Basis jedes Arbeitsschutzes sein und zur Vermeidung von Verletzungen dienen.

Ist der Unfall erstmal passiert gilt es nach der Erstversorgung kühlen Kopf zu bewahren und die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu kennen. Als Unternehmer ist man dazu gezwungen den Unfall der gesetzlichen Unfallversicherung zu melden, wenn der Arbeitnehmer länger als 3 Tage krank geschrieben ist. Früher war dafür ein schriftliches Formular notwendig, heute ermöglichen viele Versicherungen aber auch den Weg über das Internet. Dies hat das Verfahren deutlich vereinfacht und spart Zeit. Ist der Unfall von besonderer Schwere, sollte zusätzlich die Berufsgenossenschaft direkt informiert werden.

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Unfallversicherung prüft den Versicherungsschutz

Ist der Unfall bei der Versicherung angezeigt, wird die Versicherung zunächst den Versicherungsschutz prüfen. Dabei ist besonders wichtig, dass die Tätigkeit in einem sachlichen Zusammenhang mit der Beschäftigung steht. Neben der Kerntätigkeit gehören auch betriebliche Tätigkeiten wie Instandsetzung, Betriebsfeier oder Betriebssport zur sachlichen Beschäftigung.
Der zuständige Arzt ist im Falle eines Unfalls ein sogenannter „Durchgangsarzt“. Dieser muss immer dann aufgesucht werden, wenn die Behandlungsbedürftigkeit über den Zeitraum von einer Woche hinaus geht. Der Durchgangsarzt ist für die Behandlung zuständig, erstellt jedoch auch detaillierte Aufzeichnungen zum Unfall. Diese Aufzeichnungen sind besonders wichtig, sollte der Fall vor Gericht landen und sind ein wichtiger Baustein für Arbeitnehmer.

Wer zahlt nach einem Unfall das Gehalt?

Ein Unfall ist mit einem Krankheitsfall zu vergleichen und der Arbeitgeber zahlt ein Krankengeld für die Dauer von 6 Wochen und wenn nötig tritt danach das Verletztengeld ein. Das Verletztengeld wird ab der 7. Woche von der Berufsgenossenschaft übernommen und von der Krankenkasse ausgezahlt. Neben den reinen Zahlungen sorgt die Berufsgenossenschaft auch dafür, dass der Betroffene einen Weg zurück ins Berufsleben findet. Dies können Rehabilitationsmaßnahmen usw sein.

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